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NT Off

Offenbarung – Gliederung, Struktur

Thomas Jettel, Sept 2020

Das Buch der Offenbarung

– Struktur und Gliederung –

Ein Versuch 

Thomas Jettel, Herbst 2020

Wie ist die Off aufgebaut? Wie kann man sie einteilen (gliedern)?

Die Off ist ein Brief an damalige Gemeinden in Kleinasien. Er wurde in den Gemeinden vorgelesen (1,3). Man konnte schon beim ersten Vorlesen einen einfachen Aufbau erkennen. Die Hauptgliederung des Briefes sollte also nicht schwer herauszufinden sein. Sie sollte auf der Hand liegen. 

Ein Überblick 

Briefeingang und Briefschluss (1,1-8; 22,6-21)

Der Brief hat, wie die meisten Briefe des Neuen Testaments (Ausnahmen: He, 1Jh), einen formellen Briefeingang (1,1-8) und Briefschluss (22,6[10]-21). 

Erweiterte Einleitung: Die Vision vom Menschensohn und seine Botschaften (1,9- 3,22) 

Die Vision vom Menschensohn und dessen sieben Botschaften an die sieben Gemeinden (Off 1,9- 3,22) bilden den ersten Hauptteil, der aber zugleich als erweiterte Einleitung dient. 

Off 1,9.10: „Ich, Johannes, der euer Bruder ist und Mitteilhabender an der Bedrängnis und am Königreich und am ausdauernden Erdulden in Christus Jesus, ich war auf der Insel, die Patmos genannt wird, wegen des Wortes Gottes und wegen des Zeugnisses Jesu Christi.  10 An dem Tage, der [dem] Herrn gehört, wurde ich [einer, der] im Geist [war]. Und ich hörte hinter mir …“

Der Hauptteil: Die Visionenreihe im Himmel (4,1- 22,5[9])

Die Visionenreihe im Himmel (Off 4,1- 22,5) bildet den eigentlichen Hauptteil. 

Off 4,1.2: „Nach diesem sah ich, und – siehe! – eine Tür, geöffnet, im Himmel. Und die erste Stimme, die ich zu mir reden gehört hatte wie die einer Posaune, sagte: Steige auf hierher, und ich werde dir zeigen, was nach diesem geschehen muss. Und sogleich wurde ich [einer, der] im Geist [war]. Und – siehe! – …“

Es wird dem Seher etwas „gezeigt“: 

4,1: „… ich werde dir zeigen, …“

17,1: „Und es kam einer der sieben [himmlischen] Boten, die die sieben Schalen hatten, und er sprach mit mir und sagte: Komm! Ich werde dir das Gericht über die große Hure zeigen, …“

21,9: „Und es kam einer der sieben [himmlischen] Boten, die die sieben Schalen hatten, voll der sieben letzten Plagen, und er sprach mit mir und sagte: Komm! Ich werde dir die Braut zeigen, …“

In den beiden letzten Fällen handelt es sich um eine „große Stadt“, einmal die Stadt mit dem Decknamen „Babylon“ und einmal das neue Jerusalem. 

Dazwischen (19,11) sieht Johannes den Himmel geöffnet und von dort den Messias zum Gericht über das Tier und seine Heere kommen und schließlich das neue Jerusalem aus dem Himmel auf das neue Land herabkommen (19,11- 21,8). 19,11: „Und ich sah den Himmel geöffnet und – siehe! – …“

Die Abschnitte 17,1- 19,10 und 21,9-22,5 stehen gleichsam parallel zu einander (Gericht über die Hure // Herrlichkeit der Braut). 

Der Abschnitt dazwischen (19,11- 21,8) ist ein gewisser Abschluss, indem das Gericht über das Tier und den Drachen gezeigt wird, sowie das Gericht über die Toten und das Herabkommen des neuen Jerusalems auf das neue Land. Er endet mit Off 21,8: „Aber den Feiglingen und Ungläubigen und Gräulichen und Mördern und Unzüchtigen und Zauberern und Götzendienern und allen Lügnern wird ihr Teil im See sein, der mit Feuer und Schwefel brennt. Das ist [der] zweite Tod.“

Der Abschnitt von 4,1 bis 16,21 wird dominiert von drei Visionenreihen: Die Öffnung der sieben Siegel (6,1- 8,[1]5; das Blasen der sieben Posaunen (8,2[5] – 11,19); die Ausgießung der sieben Schalen mit den sieben letzten Plagen (11,19 [12,1] bzw. 15,[1]5- 16,21). 

Wir haben also neben dem Briefeingang und Briefschluss zwei ungleiche Hauptteile: 

1. Erweiterte Einleitung: Die Vision vom Menschensohn und seine Botschaften: 1,9- 3,22 

2. Die Visionenreihen im Himmel: 4,1- 22,5[9]

    Die Vision vom Himmelsthron (bzw. -saal) führt zu den drei Siebenerreihen (Siegel, Posaunen, Schalen) 4,1- 16,21 

    Die Vision von den zwei Frauen (Hure, Braut) und den Endgerichten (17,1- 22,5 [bzw. 9]) bilden drei Ergänzungsvisionen. 

Es besteht ein enger Zusammenhang zwischen der Einleitung (K. 1,1-8; 1,9- 3,22) und den Hauptvisionen (K. 4 -22). Viele Themen aus K. 4-22 werden in K. 1-3 angesprochen, z. B. Die „Lügner“, die Gefahr der Unzucht und des Götzendienstes; die große Prüfung der Heiligen; die Rolle des Satans im Kampf gegen das Gottesreich; das besondere Los und die besondere Belohnung der in Weiß gekleideten Überwinder; das Kommen des Messias.

Zielpunkt des Briefes 

Ab Off 4,1 ist der Blick gerichtet auf die Errichtung eines ewigen Königreiches, über das Gott selbst regiert. Dieser Höhepunkt wird erreicht durch eine Reihe von sieben Schalengerichten, die aus der letzten von sieben Posaunenstößen kommen, die wiederum aus der letzten von sieben Siegelöffnungen resultieren. Die Gerichte steigern sich bis zum Fall der Hure Babylon. Mit dem Fall der Hure kann die Braut (das neue Jerusalem) von Gott „herniederkommen“ und die ewige himmlische Hochzeit von Braut und Lamm stattfinden. 

Das Endziel des Briefes ist also nicht die Beschreibung des Gerichtes über die Hure, sondern die Beschreibung der vollendeten Errichtung des ewigen neuen Jerusalems. Damit ist das Königreich des Messias und Gottes vollends errichtet. Dieses ist ein „himmlisches“ Reich, eine himmlische „Stadt“, das Jerusalem „droben“; das neue Jerusalem ist ein himmlisches Tempelheiligtum. Gott wohnt bei den Menschen, bei der ewigen „Braut“ (d. h.: bei allen Heiligen) in einem riesigen „Heiligtum“ (dargestellt als großer Kubus, wie das Allerheiligste im AT ein Kubus war, vgl. 1Kg 6,20.).

Die Überwinder-Mahnungen sollen den Gläubigen helfen, dieses Ziel, das neue Jerusalem, zu erreichen. Sie sollen bereit werden, für Christus zu sterben. Nur so kann der Feind überwunden werden. 

Von den Märtyrern, den Überwindern, heißt es, dass sie mit Christus regieren (3,21; 12,5.11; 14,1-5; 15,2-4; 20,4-6; 22,5). 

Hilfen zum Erkennen der Struktur

Nachdem wir im Überblick die Struktur aufgezeigt haben, ist es leichter, der nun folgenden detaillierten Darlegung zur Struktur der Off zu folgen. 

Als Brief hat die Offenbarung nebst dem Hauptinhalt einen Eingang (1,1-8) und einen Schluss (22,6[10]-21). Als Bericht enthält das Buch Erzählung von Persönlichem und Geschichtlichem (z. B. 1,9.10). Als Weissagung hat das Schreiben einen Schwerpunkt (z. B. 1,7) und, nebst der Prophetie selbst, auch Angaben darüber, wie sie erhalten wurde (z. B. 1,9.10). Alle drei Faktoren tragen zur Struktur bei. Ein weiterer Strukturfaktor, ein von den Auslegern allgemein anerkannter, wird uns von Jesus Christus in 1,19 geliefert: „Schreibe, was du gesehen hast und was ist und was nach diesem im Begriff ist zu geschehen.“ 

Nun gehört das, „was ist“, und das, was der Apostel zu diesem Zeitpunkt bereits gesehen hat, zu einem und demselben Gesicht, dem von 1,9 bis 3,22. Zudem teilt uns der prophetische Verfasser in seinem Eingang mit, dass ein Leitgedanke seines Schreibens das Kommen des Herrn ist (1,7; vgl. 2,5.16.25; 3,3.11; 16,15; 19,11ff; 22,7.12.20). 

In 1,10 lesen wir: „An dem Tage, der [dem] Herrn gehört, wurde ich [einer, der] im Geist [war]. Und ich hörte hinter mir eine große, ‹laute› Stimme wie die einer Posaune, …“. 

Damit beginnt das erste Gesicht (1,9 -3,22), eingeführt durch eine Schau vom erhöhten Christus (1,9-20). Dieser diktiert dem Seher sieben Botschaften (K. 2 und 3). 

Mit K. 4,1.2 ändert sich der Standpunkt des Schreibers für den Rest der Gesichte: „Nach diesem sah ich, und– siehe! – eine Tür, geöffnet, im Himmel. Und die erste Stimme, die ich zu mir reden gehört hatte wie [die] einer Posaune, sagte: Steige auf hierher, und ich werde dir zeigen, was nach diesem geschehen muss. Und sogleich wurde ich [einer, der] im Geist [war]; und – siehe! – ein Thron, im Himmel aufgestellt, und ein auf dem Thron Sitzender.“

Wir tun also wohl, das erste Gesicht (1,9- 3,22) als erweiterten einführenden Teil zu betrachten. Was danach kommt, die Gesichte von 4,1 bis 16,21 sowie die ergänzenden Gesichte von 17,1 bis 22,5[9], bilden die Hauptbotschaft und den Hauptteil des Briefes. 

Der Apostel zitiert (4,1E): „… ich werde dir zeigen, was nach diesem geschehen muss.“ Vergleichen wir dieses mit den Worten des Herrn in 1,19, so merken wir, dass der ganze Abschnitt bis 22,5 (oder 22,9) zu dem dritten und letzten des Schreibauftrages (1,19E „und was nach diesem im Begriff ist zu geschehen“) gehört. 

Das Künftige, dass „im Begriff ist zu geschehen“, (K. 4-22) bildet in dem Brief eine Einheit.

In den K. 4-22 wird dem Seher dreimal gesagt, „ich werde dir zeigen“: 

1) 4,1: „Nach diesem sah ich, und – siehe– eine Tür, geöffnet, im Himmel. Und die erste Stimme, die ich zu mir reden gehört hatte wie [die] einer Posaune, sagte: Steige auf hierher, und ich werde dir zeigen, was nach diesem geschehen muss.“ 

2) 17,1: „Und es kam einer der sieben [himmlischen] Boten, die die sieben Schalen hatten, und er sprach mit mir. Komm! sagte er zu mir: Ich werde dir das Gericht über die große Hure zeigen, die an den vielen Wassern sitzt“

3) 21,9: „Und es kam zu mir einer der sieben [himmlischen] Boten, die die sieben Schalen hatten voll der sieben letzten Plagen, und er sprach mit mir: Komm! sagte er: Ich werde dir die Braut zeigen, die Frau des Lammes.

Die Ankündigungen in 17,1 und 21,9 stehen parallel zueinander und kommen jeweils von einem der sieben [himmlischen] Boten, die die sieben Schalen hatten. Sie sind ergänzende Gesichte (bzw. Anhänge) zu der Reihe der Gesichte von 4,1 bis 16,21. 

Der Abschnitt dazwischen (19,11- 21,9), der die beiden Anhänge verbindet, wird eingeleitet mit den Worten: „Und ich sah den Himmel geöffnet und – siehe! –…“ (19,11). 

Zuvor hatte Johannes eine im Himmel geöffnete Tür gesehen, und er sollte da hinaufsteigen; und er sah einen Thron, im Himmel aufgestellt, und einen auf dem Thron Sitzenden (4,1); nun (19,11) ist der Himmel offen, und Johannes sieht ein weißes Pferd und einen darauf Sitzenden. 

Die Visionenreihe der K. 4 bis 16 gehört zusammen. 

Es gibt auch da Unterbrechungen (K. 7; K. 10,1- 11,13), aber diese Unterbrechungen führen nicht zu neuen Visionenreihen, sondern sind Zwischengesichte, die zwischen dem 6. und 7. Siegel bzw. zwischen der 6. und 7. Posaune eingeschoben werden. Weder in K. 7 noch in K. 10- 11,13 kommt die Aufforderung „ich werde dir zeigen“ vor. 

Dadurch ergibt sich folgendes vorläufiges Bild für die Struktur der K. 4-22: 

. Die Hauptgesichte mit den drei Siebener-Reihen (Siegel, Posaunen, Schalen): K. 4,1- 16,21. 

. Die drei ergänzenden Gesichte: K. 17,1- 22,5[9]

. Ein ergänzendes Gesicht betreffend das Gericht über die Hure Babylon: K. 17,1- 19,10.

. Ein zweites ergänzendes Gesicht betreffend die Braut, das neue Jerusalem: K. 21,9- 22,5. 

. Ein Abschnitt zwischen diesen beiden Gesichten: K. 19,11- 21,8. 

Die zwei Ergänzungen über die Hure und die Braut (K. 17-19,10 und 21,9- 22,5) scheinen einen besonderen Höhepunkt zu bilden. Die große unheilige Stadt „Babylon“ wird zerstört und ersetzt durch die große heilige Stadt „Neu-Jerusalem“. 

Der Briefeingang (1,1-8) und das Nachwort (22,6[10]-21) umrahmen die zwei Hauptteile (1,19- 3,22; 4,1- 22,5[9]. Nb: Der Abschnitt 22,6-9 überschneidet sich etwas, was in der Off nicht unüblich ist; vgl. 8,1-5; 11,19; 15,1-5.) 

Die Öffnungen

Zwei der Siebener-Reihen werden durch „Öffnungen“ im Himmel (4,1; 11,19 bzw. 15,5) eingeleitet: 

. Eine besondere Öffnung ist am Anfang der Visionenreihe im Himmel (4,1): „Nach diesem sah ich, und– siehe! – eine Tür, geöffnet, im Himmel.“ 

. Hierauf folgt die Beschreibung der Öffnung des Buches mit den sieben Siegeln: K. 6,1- 8,1. Daran schließt sich das Blasen der sieben Posaunen an (8,2[6]- 11,19)

. Eine andere Öffnung im Himmel ist die in 11,19: „Und es wurde geöffnet das Tempelheiligtum Gottes im Himmel“.

Diese wird in 15,5 wieder aufgegriffen: „Und nach diesem sah ich, und– siehe: Es wurde geöffnet im Himmel das Tempelheiligtum, die Zeltwohnung des Zeugnisses.“ – Hierauf folgt die Ausgießung der sieben Schalen (K. 16).

Die drei Siebener-Reihen (K. 4-16) und ihre Verbindng zu den drei Ergänzungsgesichten (K.17-22)

Die drei Siebener-Reihen (Siegel, Posaunen, Schalenausgießungen) fallen beim ersten Lesen oder Hören des Briefes auf. Alles geht auf einen Höhepunkt zu. Jeweils bei dem 7. Element (7. Siegel, 7. Posaune) ist ein gewisser Höhepunkt erreicht, der dann weiterleitet zur nächsten Siebener-Reihe. 

Ein Höhepunkt ist das Blasen der 7. Posaune (10,6.7; 11,15-19). Dieses Blasen der Posaune steht am Anfang einer detaillierten Ausführung dessen, was der Inhalt der 7. Posaune ist (11,19- 16,21). 

Die Siebener-Reihen (Siegel, Posaunen, Schalen) stehen nicht parallel, sondern teleskopisch zueinander.

Zwischen dem 6. und 7. Element in jeder der drei Reihen gibt es eine Einschaltung: Die Einschaltung von K. 7 steht zwischen dem 6. und 7. Siegel, die von K. 10 und 11A zwischen der 6. und 7. Posaune. Auch zwischen der 6. und 7. Schale gibt es eine kurze Einschaltung: 16,15.

Für alle drei Siebenerreihen gilt: Die ersten vier Elemente gehören jeweils zusammen, dann die nächsten zwei (das 5. und 6.); das 7. Element steht jeweils allein. Die Anzahl der Elemente wird also jeweils halbiert: zerst vier, dann zwei, zuletzt eines. (4 + 2 + 1 = 7). Das letzte Element bildet jeweils den Höhepunkt. 

K. 7 ist ein Zwischengesicht. Es scheint auf die Frage aus dem sechsten Siegel (6,17: „Wer vermag zu stehen?“) zu antworten. K. 7 gehört also thematisch zum sechsten Siegel.

Ebenso ist es mit dem Zwischengesicht in der Posaunenreihe: Der Abschnitt 10,1- 11,14 gehört thematisch zur sechsten Posaune (9,13-21), wie der Hinweis in 11,14 zeigt („Das zweite Wehe ging vorüber. Siehe! Das dritte Wehe kommt bald.“). 

Jeweils das siebente Element einer Reihe bildet einen Höhepunkt. Das 7. Siegel ist der Höhepunkt der Siegelreihe, die 7. Posaune der Höhepunkt der Posaunenreihe und die 7 Schale der Höhepunkt der Ausgießung des Zornes Gottes, der in den sieben Schalen dargestellt wird. 

Somit ist die siebente Schale der Höhepunkt vom Höhepunkt (7. Posaune) des Höhepunktes (7. Siegel). Auf diesen Höhepunkt zielen die K. 4-16 hin. 

In 4,5 lesen wir von Sturmzeichen, die vom Thron Gottes ausgehen: Vom Thron aus „gehen Blitze heraus und Donner und Stimmen“. Die Sturmzeichen kommen dann noch dreimal vor, und zwar jeweils in Verbindung mit dem siebenten Element einer Reihe. Sie folgen 

am Ende der Siegelreihe (8,5): „Und es geschahen Stimmen und Donner und Blitze und ein Beben.“), 

am Ende der Posaunenreihe (11,19): „Und es geschahen Blitze und Stimmen und Donner und Beben und großer Hagel.“) sowie 

am Ende der Schalenreihe (16,18.21: „Und es geschahen Stimmen und Donner und Blitze. Und es geschah ein großes Beben, desgleichen nicht geschehen ist … 21 Und große Hagelbrocken …“).

Der Zorn Gottes bzw. des Lammes wird im 6. Siegel angekündigt (6,16.17). Daher kann man erwarten, dass das 7. Siegel den Zorn Gottes zum Thema hat. Man liest aber beim Öffnen des siebenten Siegels (8,1) nichts vom Zorn Gottes. Aber die Posaunen zielen auf den Zorn Gottes hin – mit dem Höhepunkt bei der 7. Posaune: 10,6.7: „… mit den Tagen der Stimme des siebenten Boten, wenn er sich anschickt zu posaunen, wird auch zu Ende geführt sein das Geheimnis Gottes“; ebenso 11,18: „und dein Zorn ist gekommen“. 

In 14,10.19 wird den Tieranbetern das Zorngericht angekündigt, aber ausgeführt wird es erst in den sieben Zornesschalen (15,1.7; 16,1.19).

Die drei Reihen (Siegel, Posaunen, Schalen) enden zwar alle ähnlich (mit einem gewissen Höhepunkt), laufen aber nicht parallel. Sie setzen auch nicht zum selben Zeitpunkt ein. Sie sind nicht eine chronologische Darstellung von historischen Ereignissen. 

Das 6. Siegel (6,12-17) könnte eine Darstellung des Endes sein, in apokalyptischer Sprache, aber wenn wir sorgfältig lesen, bemerken wir, dass das Gericht selber nicht ausgeführt wird. 

Und das 7. Siegel ist wie eine Hinauszögerung des Gerichtes: Es enthält 7 Posaunen. 

Und wenn dann die 7. Posaune geblasen wird (11,15), wird das Endgericht zwar angekündigt (11,15-19), aber es findet noch nicht statt. 

Wie nun ist das Verhältnis der 7. Posaune zu den in den K. 15 und 16 dargestellten 7 Schalen? Wie hängen sie zusammen? 

1. Wir beobachten: Es fehlt eine unmittelbare Ausgießung des Zornes auf die Erde (bzw. auf das Land) in der Folge der Öffnung des 7. Siegels (8,1) und in der Folge des Blasens der 7. Posaune (11,15; das Ende war zwar in 10,5ff und in 11,15-18 angekündigt worden, fand aber noch nicht statt.), – denn mit dem Blasen der 7. Posaune kommt zwar die Ankündigung der Herrschaft Christi (Off 11,15-16) und des Totengerichts und der Lohnausteilung und der Verderbnis derer, die „die Erde (bzw. das Land) verderbten“, aber es fehlt die Verwirklichung eben jenes dritten „Wehe“, von dem es heißt, es werde „bald“ kommen (11,14). Stattdessen wird das Tempelheiligtum im Himmel geöffnet und die Bundeslade sichtbar (11,19). Dieses Öffnen des Tempelheiligtums wird in 15,5 wieder aufgegriffen. 

Es scheint, als ob, ehe die sieben Zornschalen ausgegossen werden sollten, davor noch einige wichtige Fragen beantwortet werden müssen, ehe das in dem Gesicht angekündigte Ende ausgeführt wird. Zum Beispiel: 

a) Was ist der Grund, warum diese Menschen gerichtet werden? 

b) Worin  – und wie – sollen die Überwinder überwinden?

Zu der Frage: Warum werden diese Menschen gerichtet? 

Das Gesetz (das sich, wie wir vom AT her wissen, in der Lade des Bundes befindet, 11,19) wurde bitterlich gebrochen – vom Tier und seinen Anbetern. 

Übertretung des 1. Gebotes (Du sollst keine anderen Götter neben mir haben!): Drache und Tier werden als Götzen neben Gott gestellt. 

Übertretung des 2. Gebotes (Du sollst dir kein Bild machen!): Dem Tier wird ein Bild gemacht und Tier und Drachen werden angebetet (Huldigung erwiesen). 

Übertretung des 3. Gebotes (Du sollst den Namen Gottes nicht zu Eitlem aussprechen!): Das Tier lästert dem Namen Gottes. 

Übertretung des 6. Gebotes (Du sollst nicht töten!): Das Tier tötet die Heiligen. 

Übertretung des 7. Gebotes (Du sollst nicht stehlen!): Das Tier lässt diejenigen nicht kaufen, die ihm nicht huldigen; 

Übertretung des 8. Gebotes (Du sollst kein falsches Zeugnis geben!): Das Tier vom Land gibt falsches Zeugnis von der „Wahrheit“ und verführt die Menschen. 

Übertretung des 10. Gebotes (Du sollst nicht begehren!) Das Tier begehrt die Herrschaft für sich – über ein Land, das gerichtsreif geworden ist (K. 14). Die Erde (das Land) wird abgeerntet, aber die Erstlinge, die 144000, gehören Gott. 

Im Gegensatz zu den Tieranbetern stehen die Heiligen, sie die „die Gebote Gottes halten“ (12,17; 14,12; 22,14). 

Zu der zweiten Frage: Worin  – und wie – sollen die Überwinder überwinden?

Die K. 12 und 13 zeigen: die Feinde sind der Drache und das Tier. Überwinden können die Heiligen, indem sie bereit sind, denselben Weg zu gehen, den das Lamm ging: Treue bis zum Märtyrertod (12,11). 

2. Wir beobachten weiter: Der Inhalt der 7. Posaune ist nicht der himmlische Hymnus von 11,15-18, denn es kommt dort kein „drittes Wehe“, sondern es ist nur die Vorankündigung, die vorgezogene Feier von dem, was nach dem dritten Wehe (also nach dem Gerichtsvollzug) geschehen wird. 

Das, was die 7. Posaune ankündigte (das dritte Wehe, 9,12; 11,14), kommt erst in 15,1.7 und 16,1.19 zur Sprache, bei der Ausgießung der sieben Schalen! Nb.: Das „dritte Wehe“ erscheint möglicherweise auch in den drei Doppelweherufen im Detailbericht über das Gericht „Babylons“: 

Off 18,9.10: „Und es werden sie beweinen und über ihr wehklagen die Könige der Erde, … 10 und aus Furcht vor ihrer Qual von ferne stehen und sagen: ‘Wehe! Wehe! Die große Stadt, Babylon, die starke Stadt!– weil in einer Stunde dein Gericht kam!’” 

Off 18,15.16: „Die Kaufleute, [die] mit diesen Dingen [Handel trieben], die an ihr reich wurden, werden aus Furcht vor ihrer Qual von ferne stehen, weinen und trauern  16 und sagen: ‘Wehe! Wehe! Die große Stadt!”

Off 18,17-19: „Und jeder Steuermann und alle Mannschaften auf den Schiffen und die Seeleute und so viele auf dem Meer beschäftigt waren, standen von ferne  18 und riefen ‹laut›, als sie den Rauch ihres Brandes sahen, und sagten: ‘Welche [Stadt] ist gleich der großen Stadt?’  19 Und sie warfen Staub auf ihre Köpfe und riefen ‹laut› unter Weinen und Trauern und sagten: ‘Wehe! Wehe! Die große Stadt!” 

3. Wir beobachten drittens: 

Die drei Wehen (die fünfte, sechste und siebende Posaune) richten sich gegen die „Erdbewohner“ (bzw. „Bewohner des Landes“, 8,13; 9,12; 11,14; vgl. 3,10). Und genau sie sind das Objekt des Zornes Gottes beim sechsten Siegel (Off 6,10: „Und sie riefen mit großer, ‹lauter› Stimme und sagten: Bis wann, unumschränkter Herrscher, Heiliger und Wahrhaftiger, richtest du nicht und rächst du nicht unser Blut an denen, die auf dem Land (o.: auf der Erde) wohnen?“

Die Antwort auf diese Frage kommt im sechsten Siegel (Vorbereitung auf das Gericht) und im siebenten Siegel (das die sieben Posaunen beinhaltet).

4. Wir beobachten viertens: 

Das dritte Wehe bildet die 7 Schalengerichte, denn sie werden „die letzten Plagen“ (nach den zwei Wehen von 8,13; 9,12; 11,14) genannt. Mit ihnen wird der Grimm Gottes (wie auch in 10,7 für die letzte Posaune angekündigt) vollendet (15,1): 

Off 10,7: „…, sondern mit den Tagen der Stimme des siebenten Boten, wenn er sich anschickt zu posaunen, wird auch zu Ende geführt sein das Geheimnis Gottes, wie er es seinen ‹eigenen› leibeigenen Knechten, den Propheten, als gute Botschaft sagte!“

Off 15,1: „Und ich sah ein anderes Zeichen im Himmel, groß und wunderbar: sieben [himmlische] Boten, die sieben Plagen hatten, die letzten, weil mit ihnen der Grimm Gottes vollendet wurde.“

5. Wir beobachten fünftens: 

Die Schalengerichte haben abschließenden Charakter, die Siegel aber und die Posaunen führen nicht zum Endgericht. Sie kündigen es lediglich an (6,12-17; 11,15-18). 

Die Intensität der Manifestationen des göttlichen Zorns steigert sich vom 6. Siegel zu den Posaunen und schließlich den Schalen. 

Das Ende der Siegel, der Posaunen und der Schalen ist gekennzeichnet mit den Sturmzeichen (8,5; 11,19; 16,18.21). Die Einleitungsszene im Thronsaal nimmt diesen jeweiligen Höhepunkt der Gerichte vorweg on Off 4,5, wo geklärt wird, woraufhin die Öffnung des versiegelten Buches durch das Lamm (K. 5) zielt. 

Die anderen Bezüge zu der Sturmerscheinung (8,5; 11,19; 16,18.21; jeweils am Ende der Reihe erwähnt) stellen eine Verbindung mit den zwei Einleitungskapiteln her. 

Es besteht ein Unterschied zwischen der 7. Schale einerseits und dem 7. Siegel bzw. der 7. Posaune: 

Auf die Öffnung des 7. Siegels folgt lediglich ein Schweigen im Himmel. 

Und auf den 7. Posaunenstoß folgen lediglich Stimmen im Himmel, die den angekündigten Sieg des Königreiches Gottes feiern. Das 7. Siegel und die 7. Posaune bringen also nicht das absolute Ende. 

Erst mit der 7. Schale kommt die dramatische Vollzugsmeldung: „Es ist geschehen“! (16,17)

Ergebnis unserer Beobachtungen:

Es gibt ein Fortschreiten in den Siegeln, Posaunen, Schalen (K. 6-16) – sowie einen letzten Höhepunkt. Dieser ist die Ausgießung der letzten Schale: das Gericht über Babylon, welches dann (K. 17 und 18) im Detail beschrieben wird. 

Die drei ergänzenden Gesichte (17,1-19,10; 19,11- 21,8; 21,9-22,5) schließen an die Ausgießung der siebenten Schale unmittelbar an. Sie stehen in Verbindung mit der Ausgießung der sieben Schalen; das zeigen die beiden Einleitungsabschnitte (17,1-3 und 21,9.10). Beide beginnen mit einem Hinweis auf einen der Engel, die die sieben Schalen hatten:

17,1: „Und es kam einer der sieben [himmlischen] Boten, die die sieben Schalen hatten, und er sprach mit mir. Komm …!“

21,9: „Und es kam zu mir einer der sieben [himmlischen] Boten, die die sieben Schalen hatten voll der sieben letzten Plagen, und er sprach mit mir: Komm!“ 

Im Anschluss an den Jubel über den Fall der Hure Babylon wird die Hochzeit des Lammes mit seiner „Braut“ angekündigt (19,1-10). 

Ein weiterer Zusammenhang der Ergänzungsgesichte mit der Ausgießung der Schalen findet sich in 19,19, wo die in 16,14.16 angekündigte Schlacht weiter beschrieben wird. 19,19 ist eine Fortsetzung von 16,16. 

Die auf die Ausgießung der letzten Schale folgenden Abschnitte betreffs des Gerichtes über die Hure Babylon und betreffs der Herrlichkeit der Braut beginnen und enden parallel: 

„Und es kam einer der sieben [himmlischen] Boten, die die sieben Schalen hatten, und er sprach mit mir. Komm! sagte er zu mir: Ich werde dir das Gericht über die große Hure zeigen, die an den vielen Wassern sitzt, 2 mit der die Könige der Erde Hurerei trieben, und es wurden trunken von dem Wein ihrer Hurerei die, die auf der Erde wohnen. 3 Und er trug mich im Geist fort in eine Wüste. Und ich sah eine Frau, …“ (17,1-3)

„Und es kam zu mir einer der sieben [himmlischen] Boten, die die sieben Schalen hatten voll der sieben letzten Plagen, und er sprach mit mir: Komm! sagte er: Ich werde dir die Braut zeigen, die Frau des Lammes. 10 Und er trug mich im Geist fort auf einen großen und hohen Berg und zeigte mir die große Stadt, das heilige Jerusalem (21,9-10)

Ende des ersten Abschnitts (19,9M.10): „Und er sagt zu mir: Diese sind die wahrhaftigen Worte Gottes. Und ich fiel nieder vor seinen Füßen, ihm zu huldigen. Und er sagt zu mir: Sieh [dich vor! Tu es] nicht! Ich bin ein leibeigener Knecht zusammen mit dir und deinen Brüdern, die das Zeugnis Jesu haben. Bete Gott an!“ 

Ende des zweiten Abschnitts (22,6-9): „Und er sagte zu mir: Diese Worte sind treu und wahrhaftig. … Und als ich gehört und gesehen hatte, fiel ich nieder, ‹um› zu huldigen vor den Füßen des Boten, der mir dieses zeigte. Und er sagt zu mir: Sieh [dich vor! Tu es] nicht!– denn ich bin ein leibeigener Knecht zusammen mit dir und deinen Brüdern, den Propheten, und denen, die die Worte dieses Buches bewahren. Bete Gott an!“

Zwischen diesen beiden Abschnitten ist eine Visionenreihe (19,11- 21,8), die mit einer „Öffnung“ beginnt (19,11): „Und ich sah den Himmel geöffnet und – siehe! – ein weißes Pferd, und der, der darauf saß, hieß: Der Treue und der Wahrhaftige. …“

Zwischen den Abschnitten von der Beschreibung des Falles der „Hure“ Babylon (17,1- 19,10) und von der Beschreibung der Herrlichkeit der „Braut“ Neu-Jerusalem (21,9- 22,5) steht das Gesicht von der Parousie (d. h.: Ankunft) Christi und dem Gericht über das Tier und seine Heere und über den Drachen, sowie über das Herniederkommen des „neuen Jerusalems“ (19,11- 21,8). 

Drei Möglichkeiten zur Aufteilung des Briefes

Vier Abschnitte in K. 4-16: 4,1- 8,5; 8,6- 11,19; 12,1- 15,4; 15,5- 16,21. 

(Zwischen 11,19 und 15,5 sieht Johannes zwei «Zeichen», die den Abschnitt 12,1- 15,4 einrahmen.

Das Sturmmotiv (8,5; 11,19; 16,17-21) steht am Ende der Siebenerreihen.) 

Drei Ergänzungsgesichte:

17,1-3 und 21,9.10 ist jeweils der Beginn eines großen Abschnittes. 

19,9.10 ist ein größerer Schlussabschnitt. 22,6-9 ist ebenfalls ein größerer Schlussabschnitt. 

Dazwischen liegt 19,11- 21,8. 21,5-8 ist der Schlussabschnitt ist. 

Daraus ergäbe sich die Einteilung von 4,1 -22,5[9] in sieben Visionenreihen: 

4,1- 8,5: Die sieben Siegel

8,6- 11,19: Die sieben Posaunen 

12,1- 15,4: Zwischenabschnitte

15,5- 16,21: Die sieben Schalen 

17,1- 19,10: Schalen-Anhang: Die Hure, das alte Jerusalem (+ Hochzeit Frau d. Lammes) 

19,11- 21,8: Gerichte (über Tier, Drachen, die Toten) und das Kommen des Neuen Jerusalems. 

21,9- 22, 5[9]: Schalen-Anhang: Die Braut, das neue Jerusalem

Allerdings ist unklar, ob 15,5- 16,21 ein eigener Abschnitt ist. ER könnte auch zu 11,19 [12,1]- 16,21 gehören.

Es ergeben sich drei Möglichkeiten, den Brief zu gliedern.

Die erste:

Zählt man den großen Teil K. 4-16 als 3 Abschnitte, entsprechend den Siebener-Reihen (K. (4-) 6-7; K. 8-11; K. 12-16], so hat man sieben Teile, wenn man den Briefeingang (1,1-8) und Briefschluss (22,6[10]-21) nicht mitzählt: 

  Briefeingang: 1,1-8

I. Das Gesicht vom Menschensohn und seine Botschaften an die sieben Gemeinden: 1,9- 3,22 

II. Gesichte bis zum Öffnen des 7. Siegels: 4,1- 8,1[5] (8,2-5 bilden einen Übergang.) Zentral: Thron

III. Bis zum Blasen der 7. Posaune: 8,2[6]- 11,19 (V. 19 bildet einen Übergang.): Zentral: Altar

IV. Bis zum Ausgießen der 7. Schale: 11,19 [12,1] – 16,21 (11,19 wird in 15,5 aufgegriffen) Zentral: Lade 

V. Detail: Die Hure, die große Stadt „Babylon“: 17,1- 19,10

VI. Detail: Das Kommen des Königs, die Endgerichte und das Kommen des Neuen Jerusalems 19,11-21,8

VII: Detail: Die Braut, die große Stadt, das neue „Jerusalem“: 21,9- 22,[5]9 (22,6-9 = Übergang)

  Briefschluss 22,6[10]-21

Die zweite:

  Briefeingang: 1,1-8

I. Erweiterte Einleitung: Das Gesicht vom Menschensohn u. seine Botschaften an die Gemeinden: 1,9- 3,22 

II. Die Visionenreihen im Himmel: 4,1- 22,5[9]

Sieben Siegel (inkl. Einleitungsgesicht): 4,1- 8,1[5] 

Sieben Posaunen: 8,2[6]- 11,19

Der Kampf. Das Gericht des Menschensohns. 11,19 [12,1]- 15,4

Sieben Schalen: [15,1] 15,5- 16,21

Detail: Die Hure, die große Stadt „Babylon“: 17,1- 19,10

Detail: Das Kommen des Königs, die Endgerichte. Das Kommen des Neuen Jerusalems. 19,11-21,8

Detail: Die Braut, die große Stadt, das neue „Jerusalem“: 21,9- 22,[5]9 

  Briefschluss 22,6[10]-21 (22,6-9 = Übergang)

Die dritte:

  Briefeingang: 1,1-8

I. Erweiterte Einleitung: Das Gesicht vom Menschensohn u. seine Botschaften an die Gemeinden: 1,9- 3,22 

II. Die Visionenreihen im Himmel: 4,1- 22,5[9]

    A. Gesicht vom Himmelssaal und drei Siebenerreihen (Siegel, Posaunen, Schalen): 4,1- 16,21 

Einleitung, sieben Siegel, sieben Posaunen: 4,1- 11,19 [12,1]

Der Kampf. Das Gericht des Menschensohns. 12,1- 15,4

Sieben Schalen: 15,5-16,21

    B. Drei Ergänzungsgesichte von den zwei Frauen (Hure, Braut) und den Endgerichten: 17,1- 22,5 

Die Hure, die große Stadt „Babylon“: 17,1- 19,10

Das Kommen des Königs, die Endgerichte. Das Kommen des Neuen Jerusalems. 19,11-21,8

Die Braut, die große Stadt, das neue „Jerusalem“: 21,9- 22,[5]9 

  Briefschluss 22,6[10]-21 (22,6-9 = Übergang)

Versuch einer detaillierteren Gliederung 

Der Briefeingang: 1,1-8

1. Vorstellung: Offenbarung Jesu Christi: 1,1A

2. Herkunft und Zweck: Er sandte sie an Johannes, der das Wort Gottes und Zeugnis von Jesus bezeugte: 1,1.2

3. Seligpreisung: Selig der (Vor)lesende und die Hörenden und Bewahrenden, denn die Zeit ist nahe. 1,3

4. Gruß: Friede von Gott und Jesus Christus, dem treuen Zeugen, Erstgeborenen der Toten, Fürst der Könige des Landes: 1,4.5A

5. Doxologie: Dem uns Liebenden; er wusch uns, machte uns zu Königen und Priestern. 1,5.6

6. Siehe, er kommt, und jedes Auge wird ihn sehen. 1,7

7. Vorstellung des Gebenden der Offenbarung: 1,8

Der erste Teil: Der Menschensohn und die sieben Botschaften an die Gemeinden: 1,9- 3,22

A. Gesicht vom Menschensohn. Auftrag an Johannes und Ermutigung: 1,9-20

1. Die äußeren Umstände: 1,9

2. Vorstellung des Herrn und sein Auftrag: 1,10.11

3. Die sieben Leuchter: 1,12

4. Der Menschensohn beschrieben: 1,13-16

5. Reaktion des Joh., Ermutigung durch den Herrn: 1,17.18

6. Wiederholung des Auftrags: 1,19

7. Deutung der Sterne und der Leuchter: 1,20

B. Seine Botschaften an die sieben Gemeinden: K. 2.3

1. Ephesus: 2,1ff: Liebe – wegrücken, hasse (2,6), Tue Buße; Überwinder: essen, Paradies

 2. Smyrna: 2,8ff: Synagoge des Satans; LOB; falsche Juden; Bedrängnis, Prüfung. Krone

  3. Pergamus: 2,12ff: Name, Tue Buße; falsche Lehre Bileams/Nikolaiten; Komme – Krieg führen (öffentlich)

   4. Thyatira: 2,18ff: 3x Buße (kein Bußruf); FRAU gerichtet, alle Gemeinden werden erkennen. Falsche Prophetin leitet irre. An die Übrigen: Haltet fest, bis ich komme. 

  5. Sardes: 3,1ff: Name, Tue Buße; Denke, wie du empfangen/gehört. Bewahre es. Komme – Dieb (geheim)

 6. Philadelphia: 3,7ff: Synagoge des Satans; LOB; falsche Juden; Stunde der Prüfung. Krone

7. Laodikea: 3,14ff: lieb habe – ausspucken, liebe (3,19); Tue Buße; Überwinder: essen, Thron sitzen

Zugleich gibt es Parallelen bei einem Aufbau ABC D ABC

1. Ephesus: 2,1ff: 7 Sterne, 7 Leuchter, Baum des Lebens, Name, aber keine 1. Liebe

 2. Smyrna: 2,8ff: Synagoge des Satans; LOB; falsche Juden; Bedrängnis, Prüfung. Krone

  3. Pergamus: 2,12ff: treuer Zeuge 2,13; essen 2,17; Mundes 2,16; Thron des Satans 2,13; hasse 2,15 

   4. Thyatira: 2,18ff

5. Sardes: 3,1ff: 7 Geister, 7 Sterne, Buch des Lebens, Name, aber tot

 6. Philadelphia: 3,7ff: Synagoge des Satans; LOB; falsche Juden; Stunde der Prüfung. Krone

  7. Laodikea: 3,14ff: treuer Zeuge 3,14; Mahl halten 3,20; ausspucken aus Mund; mein Thron 3,21; liebe (3,19)

Zugleich gibt es Parallelen bei einem Aufbau ABA D CBC

1. Ephesus: Nikolaiten, die ich hasse; Baum des Lebens zu essen geben

 2. Smyrna: 2,8ff: Synagoge des Satans; LOB; falsche Juden; Bedrängnis, Prüfung. Krone

  3. Pergamus: 2,12ff: Nikolaiten gleicherweise; zu essen geben vom verb. Manna 2,17 

   4. Thyatira: 2,18ff

5. Sardes: Buße; weiße Kleider, im Begriff zu sterben; wie tot, aber sie erkennen ihren Zustand nicht, weil sie schlafen.

 6. Philadelphia: 3,7ff: Synagoge des Satans; LOB; falsche Juden; Stunde der Prüfung. Krone

  7. Laodik: Buße; weiße Kleider, im Begriff auszuspucken; erbärmlich, blind, bloß, aber sie erkennen Zustand nicht, weil blind

1. An Ephesus: Tu Buße, sonst komme ich bald und rücke deinen Leuchter weg! 2,1-7
  • Adressierung und Selbstvorstellung: 2,1
  • Anerkennung: 2,2.3
  • Tadel: 2,4
  • Anweisung mit Drohung: 2,5
  • Lob: 2,6
  • Aufforderung zum Hören 
  • Überwinderverheißung: 2,7
2. An Smyrna: Lob. Bleib treu bis zum Tod! 2,8-11
  • Adressierung und Selbstvorstellung: 2,8
  • Anerkennung: 2,9
  • Ermutigung und Vorbereitung: 2,10A
  • Anweisung: 2,10
  • Lohnverheißung: 2,10E
  • Allgemeine Aufforderung zum Hören: 2,11A
  • Überwinderverheißung: 2,11E
3. An Pergamus: Tu Buße, sonst komme ich bald und führe Krieg mit dem Schwert! 2,12-17
  • Adressierung und Selbstvorstellung: 2,12
  • Anerkennung: 2,13
  • Tadel: 2,14.15
  • Anweisung: 2,16
  • Gerichtsandrohung: 2,16
  • Allgemeine Aufforderung zum Hören: 2,17A
  • Überwinderverheißung: 2,17E
4. An Thyatira: Falschprophetin tut nicht Buße. Die Übrigen: Haltet fest, bis ich komme. 2,18-29
  • Adressierung und Selbstvorstellung: 2,18
  • Anerkennung: 2,19
  • Tadel: 2,20.21
  • Gerichtsandrohung: 2,22.23
  • Ermutigung für die Treuen: 2,24.25
  • Überwinderverheißung: 2,26-28
  • Allgemeine Aufforderung zum Hören: 2,29
5. An Sardes: Du bist tot. Wenn du nicht wachst, komme ich wie ein Dieb! 3,1-6
  • Adressierung und Selbstvorstellung: 3,1
  • Anerkennung = Tadel: 3,1
  • Anweisung: 3,2.3A
  • Gerichtsandrohung: 3,3E
  • Ermutigung für die Treuen: 3,4
  • Überwinderverheißung: 3,5
  • Allgemeine Aufforderung zum Hören: 3,6
6. An Philadelphia: Lob. Halte fest, was du hast. Krone. Ich komme bald. 3,7-13
  • Adressierung und Selbstvorstellung: 3,7
  • Anerkennung und Trost: 3,8
  • Ermutigung (in Bezug auf die Feinde): 3,8.9
  • Bewahrungsverheißung: 3,10
  • Anweisung: 3,11
  • Überwinderverheißung: 3,12
  • Allgemeine Aufforderung zum Hören: 3,13
7. An Laodikea: Tue Buße, sonst spucke ich dich aus dem Mund! Ich stehe vor der Tür. 3,14-21
  • Adressierung und Selbstvorstellung: 3,14
  • Anerkennung = Tadel: 3,15
  • Gerichtsandrohung: 3,16-17
  • Anweisung: 3,18-19
  • Verheißung für die Treuen: 3,20
  • Überwinderverheißung: 3,21
  • Allgemeine Aufforderung zum Hören: 3,22

Der zweite Teil (Hauptteil des Briefes): 4,1- 22,5

A. Die sieben Siegel u Posaunen 4,1- 11,19
1. Der Thron. Das Lamm. Der Engel und das Buch.: K. 4.5

1. Die Öffnung der Tür im Himmel und die Versetzung des Sehers in den Himmel 4,1.2A

2. Der Thron und der Thronende: 4,2.3

3. Die Thronumgebung: 4,4-8

4. Die Anbetung durch die 24 Ältesten: 4,9-11

5. Die versiegelte Buchrolle in der Hand des Thronenden: 5,1-5

6. Das Lamm in der Mitte des Thrones und das Lied: 5,6-10

7. Die Anbetung durch die Engel: 5,11-14

2. Die Öffnung der ersten 6 Siegel: 6,1-17

1. Siegel: Bogen und Siegeskranz: Eroberungen, Siege: 6,1.2

2. Siegel: Großes Schwert: Kriege: 6,3.4

3. Siegel: Waage: Hunger: 6,5.6

4. Siegel: Tod: Vollmacht, zu töten mit Schwert, Hunger, (Pest-)Tod und wilde Tiere: 6,7.8

5. Siegel: Märtyrerseelen unter dem Altar: 6,9-11

6. Siegel: Erschütterungen. Furcht vor Gott 6,12-15(17). Reaktionen 6,16.17

3. Die Versiegelung der 144 000 Knechte Gottes (Märtyrer): 7,1-8 

Gesicht von Boten an den 4 Ecken des Landes. 7,1

Auftrag: Versiegelung der Knechte Gottes: 7,2.3

Johannes hört die Zahl der Versiegelten: 144 000: 7,4-8 

4. Die Schar der Märtyrer vor dem Thron und dem Lamm: 7,9-17
  1. Ungezählte Schar steht vor dem Thron u. Lamm: 7,9 
  2. Ruf: Heil dem Thronenden + Lamm: 7,10
  3. Engel, 24 Ältesten, 4 leb Wesen fielen nieder, huldigten vor dem Thron 7,11.12
  4. Wer sind die Weiß Gekleideten? Aus Bedrängnis, machten ihre Gewänder weiß durch Blut des Lammes: 7,13.14
  5. Sie stehen vor dem Thron Gottes u dienen ihm verehrend Tag/Nacht im Tempel: 7,15 
  6. Thronende wohnt über ihnen; 7,15
  7. Kein Hunger/Durst/Hitze; Lamm in Mitte des Thrones weidet, führt zu Wasserquellen; Gott wischt Tränen: 7,16.17 
5. Siegel und Hinführung zum Blasen der Posaunen 8,1-5 
  1. Das Lamm öffnet das 7. Siegel: 8,1
  2. Schweigen von einer halben Stunde: 8,1
  3. Auftreten der 7 Posaunenengel: 8,2
  4. Der andere Engel mit dem Räucherfass für die Gebete 8,3
  5. Das Aufsteigen des Räucherwerks zu den Gebeten der Heiligen 8,4
  6. Der Engel wirft Feuer auf das Land: 8,5 
  7. Stimmen, Donner, Blitze, Beben: 8,5
6. Das Blasen der ersten 6 Posaunen: 8,6- 9,21
  1. Die 1. Posaune: Israels Land: Ein Drittel von Land, Bäumen und Gras verbrennen. 8,7
  2. Die 2. Posaune: Israels Meer (Küste): Ein Drittel von Meer, Meerestieren und Schiffen (Hafen) w. zerstört. 8,8.9
  3. Die 3. Posaune: Israels Süßwasser: Ein Drittel vom Wasser wird bitter. 8,10.11
  4. Die 4. Posaune: Israels Himmel: Ein Drittel von Sonne, Mond, Sternen w. verfinstert. 8,12
  5. Der Adler 8,13
  6. Die 5. Posaune (1. Wehe): Heuschrecken aus dem Abgrund quälen die Bevölkerung. 9,1-12
  7. Die 6. Posaune (2. Wehe): Reiterhorden von jenseits des Euphrats. Keine Buße. 9,13-21
7. Der Engel und das Büchlein. Ankündigung der 7. Posaune. Der wahre Tempel. Die 2 Zeugen: K. 10; 11,1-14
  1. Gesicht vom auf Meer und Land stehenden Boten mit dem Büchlein. Donner. Erläuterung. 10,1-7
  2. Auftrag an Johannes, wieder zu weissagen: 10,8-11
  3. Auftrag zur Tempel- und Altar-Messung; Weissagung v. Zertreten der hl. Stadt 42 Monate: 11,1.2
  4. Weissagung vom Dienst und Tod der zwei Zeugen in der großen Stadt. 1260 Tage. 11,3-10
  5. Gesicht von deren Auferstehung u. Himmelfahrt. Reaktion: Furcht. 11,11.12
  6. Beben (7000). Reaktion: Furcht; sie gaben Gott Ehre. 11,13
  7. Ankündigung des dritten Wehe: 11,14
8. Die siebente Posaune (3. Wehe) 11,15-19

1. Stimmen kündigen die Königsherrschaft des Herrn und Messias an. 11,15

2. Anbetung des Königs: die 24 Ältesten u. 4 lebenden Wesen (Du herrschst als König. Große Kraft). 11,16.17

3. Die „Völker“ (= Israel) waren zornig. Dann kam der Zorn des Königs. 11,18

4. Totengericht und Belohnung der Knechte. 11,18

5. Verderben derer, die das Land verdarben (d. i.: der „Völker“ = Israel; 19,2). 11,18

6. Öffnung des Tempels im Himmel (Bundeslade) 11,19

7. Blitze, Stimmen, Donner, Beben, großer Hagel (11,19)

B. Der Kampf [11,19] 12,1- 15,4 

(ab 13,1 eingeleitet mit „Und ich sah“)

1. Zeichen: Der Drache und sein Kampf gegen die Frau (Der unsichtbare Feind): 12,1-17
  • Zeichen im Himmel: Die gebärende Frau: 12,1.2
  • Zeichen im Himmel: Der bedrohende Drache: 12,3.4
  • Die Versetzung des Kindes zum Thron und die Flucht der Frau: 12,5.6
  • Des Drachen erfolgloser Kampf im Himmel und sein Fall auf die Erde: 12,7-9
  • Der Jubel im Himmel über seine Überwindung: 12,10-12
  • Seine Verfolgung der Frau und ihre Bewahrung: 12,13-16
  • Seine Vorbereitung zum Kampf gegen die Übrigen des Samens der Frau: 12,17
2. Das Tier aus dem Meer; sein Kampf gegen die Heiligen (Sichtbare Feind): 13,1-10
  • Erste Beschreibung (Charakterisierung): 13,1.2 
  • Die geheilte Wunde; seine Verehrung. Huldigung des Drachen: 13,3.4
  • Seine Lästerung, seine Vollmacht: 42 Monate: 13,5.6
  • Sein Krieg gegen die Heiligen: 13,7A
  • Seine Vollmacht über die Stämme, Sprachen, Völker 13,7
  • Seine Huldigung durch die Landbewohner, die nicht im Lebensbuch geschrieben sind: 13,8
  • Aufruf zu Treue: 13,9.10
3. Das Tier aus dem Land: Off 13,11-18
  • Erste Beschreibung (Charakterisierung): 13,11
  • Seine Vollmacht: 13,12A
  • Sein Ziel und seine Aufgabe: Veranlassung zur Huldigung des ersten Tieres veranlassen: 13,12
  • Irreführung der Landbewohner durch Zeichen: 13,13.14A
  • Seine Lehre: Dem Tier ein Bild machen u. ihm huldigen. Seine Zaubermacht über das Bild: 13,14.15
  • Sein Druckmittel: Das Malzeichen des Tieres: 13,16.17
  • Aufruf zum Berechnen der Zahl des Tieres: 13,18
4. Das Lamm auf dem Zion und die 144 000: 14,1-5
  • Erste Beschreibung (Charakterisierung) der 144 000: 14,1 
  • Ihr Lied: 14,2.3
  • Ihre Identität: Erkaufte, Unbefleckte, Jungfräuliche, Nachfolger, Erstlinge, Untadelige: 14,3.4.5
5. Drei Gericht verkündende Engel 14,6-13
  • Der erste: Das ewige Evangelium: 14,6.7
  • Der zweite: Gefallen ist Babylon: 14,8
  • Der dritte: Warnung vor dem Bild, Malzeichen und der Huldigung des Tieres: 14,9-11
  • Aufruf zum Halten der Gebote Gottes und des Glaubens an Jesus: 14,12
  • Seligpreisung der Toten, die im Herrn sterben von jetzt an: 14,13
6. Der Menschensohn und drei zurufende Boten (Ernte des Landes): 14,14-20
  • Der Menschensohn auf der Wolke mit Sichel: 14,14
  • Ein zurufender Engel aus dem Tempel: Aufruf an den Menschensohn zur Ernte des Landes: 14,15
  • Die (Getreide)ernte des Landes: 14,16
  • Ein anderer Ernteengel aus dem Tempel mit scharfer Sichel: 14,17
  • Ein zurufender Engel aus dem Altar: Aufruf an den Engel zur Ernte des Weinstocks des Landes: 14,18
  • Die Traubenernte vom Weinstock des Landes – in die Kelter des Grimmes Gottes: 14,19
  • Das Treten der Kelter außerhalb der Stadt: 1600 Stadien (ca. 290 km)
7. Zeichen: Sieben Engel mit den Plagen und die Überwinder am gläsernen Meer 15,1-4

Zeichen im Himmel: Die 7 Boten mit den letzten 7 Plagen: 15,1

Die Überwinder vom Tier, Bild und Malzeichen, stehend am gläsernen Meer: 15,2

Ihr Lied: Das Lied Moses und das Lied des Lammes: 15,3.4

C. Die sieben Schalen 15,5- 16,21

1. Öffnung des Tempels im Himmel (15,5)

2. Eines der vier lebenden Wesen übergibt den 7 Boten die goldenen Schalen zur Ausgießung (15,6.7)

3. Rauch von der Herrlichkeit Gottes erfüllt den Tempel, niemand kann eintreten (15,8; 16,1)

4. Die Schalen 1-4: auf Israels Land, Meer, Wasser, Himmel (Sonne) 16,2-9

auf das Land: Geschwüre für die Malzeichenträger und Bildhuldiger 16,2

ins Meer: Blut (Sterben der Lebewesen im Meer) 16,3

Süßwasser: 16,4

Die Worte des Boten der Wasser: 16,5.6

Zustimmung vom Altar her: 16,7

Sonne: 16,8.9

Die Reaktion der Menschen: keine Buße: 16,9

5. Die Schalen 5 u 6: auf Tier-Thron und Euphrat. „Könige“ (16,14) und Tier erheben sich zum Krieg. Harmageddon. 16,10-16

Fünfte Schale auf das Königreich des Tieres: Finsternis 16,10.11

Sechste Schale: Euphrat-Austrockung zur Wegbereitung für die Könige vom Osten 16,12

Gesicht von drei Geistern aus den Mäulern (Drache, Tier, Falschprophet) 16,13

Charakterisierung: Dämonengeister, die Zeichen tun, um die Könige zum Krieg gegen Gott zu sammeln: 16,14

Aufruf an die Leser: Siehe ich komme wie ein Dieb. 16,15A

Seligpreisung der Wachenden, die ihre Kleider bewahren: 16,15

Kriegssammlung der Könige zum Har-Mageddoon (Berg von Megiddo): 16,16

6. Die siebente Schale: Luft. „Es ist geschehen“ (Ausgießung ausgeführt) 16,17A

7. Stimmen aus dem Tempel des Himmels (16,17), Donner, Blitze, großes Beben, großer Hagel. Die Hure Babylon (16,17) und die Städte der „Völker“ (Israels Städte) fallen. 16,17-21

Ausgießung der Schale in die Luft. „Es ist geschehen“: 16,17

Stimmen, Donner, Blitze, großes Beben: 16,18

Die große Stadt gedrittelt: 16,19

Die Städte derer von den Völkern fielen: 16,19

Babylon erhielt den Becher des Grimmes Gottes. 16,19

Inseln und Berge verschwanden. 16,20 

Hagel auf die Menschen, die aber weiter lästerten

D. Die Hure: Pseudoglanz u Gericht 17,1-19,10
1. Die Hure und das Tier: 17,1-18

1. Einleitendes: 17,1-3

2. Die Frau (Erklärungen): 17,3-7

3. Das Tier: 17,8-11

4. Die zehn Hörner: 17,12-14

5. Die Wasser: 17,15

6. Weissagung der Zerstörung der Hure durch das Tier und die 10 Hörner: 17,16.17

7. Identifizierung der Frau: 17,18

2. Das Fallen der großen Stadt Babylon: 18,1-24
  1. Ankündigung des Falles: 18,1-3
  2. Aufruf, die Stadt zu verlassen und ihre Sünden zu vergelten: 18,4-8
  3. Wehklage der Könige der Erde: 18,9.10
  4. Wehklage der Kaufleute der Erde: 18,11-17
  5. Wehklage der Schiffsleute: 18,17-19
  6. Aufruf zur Freude an die Apostel und die Propheten 18,20
  7. Folgen ihres Falles: 18,21-24
3. Reaktionen auf den Untergang Babylons 19,1-10
  1. Das erste Halleluja: 19,1.2
  2. Das zweite Halleluja: 19,3
  3. Das dritte Halleluja: 19,4.5
  4. Das vierte Halleluja: 19,6
  5. Hochzeit des Lammes: 19,7.8
  6. Seligpreisung für die Geladenen zur Hochzeit: 19,9
  7. Die Reaktion des Sehers auf das gesamte Gesicht: 19,10
E. Gericht über Tier, Drachen, Toten. Kommen des neuen 19,11-21,8

7x „Ich sah“

1. Der König und sein Heer: Gericht über das Tier, den Falschpropheten und den Drachen: 19,11 – 20,10

1. Der Reiter auf dem weißen Pferd führt Krieg in Gerechtigkeit. Ihm folgen die Heere im Himmel. Das Schlagen der „Völker“. 

2. Er weidet sie mit eisernem Stab, tritt die Kelter des Grimmes Gottes. 19,11-16 

Seine Augen: 19,12

Seine Kronen: 19,12

Sein Name: 19,12.13

Sein Gewand: 19,13

Seine Heere: 19,14

Sein Schwert: 19,15

Sein offizieller Titel: 19,16

3. Ankündigung des Gerichtsmahles Gottes 19,17.18

4. Tier, Könige, Heere, versammelt zum Krieg. Gericht über Tier, Falschprophet, Heere des Tieres 19,19-21

5. Rückblick: Die Bindung des Satans. 20,1-3

6. Rückblick: Das Regieren der Märtyrer mit Christus die „tausend“ Jahre. 20,4-6

7. Die Freilassung des Drachen, die Verführung der Völker zum Krieg gegen Gott und sein Heer. Das Gericht über den Drachen und sein Heer 20,7-10

2. Gericht über die Toten 20,11-15
  1. Der weiße Thron: Land und Himmel flohen, eine Stätte für sie wurde nicht gefunden. 20,11
  2. Die Toten, Kleine und Große, vor dem Thron. 20,12
  3. Bücher geöffnet. Die Toten wurden gerichtet nach ihren Werken. 20,12
  4. Meer, Tod und Hades gaben die Toten heraus. 20,13
  5. Die Toten wurden gerichtet nach ihren Werken. 20,13
  6. Tod und Hades in den Feuersee geworfen. (Zweiter Tod.) 20,14
  7. Wer nicht im Buch des Lebens gefunden – in den Feuersee geworfen. 20,15
3. Das neue Land (Israel), der neue Himmel. Herabkommen der großen Stadt Neu-Jerusalem. Gottes ewiges Wohnen. 21,1-8

1. Der neue Himmel und das neue Land (Israel) 21,1

2. Das Herabkommen der heiligen Stadt Neu-Jerusalem 21,2

3. Das Wohnen Gottes bei den Menschen 21,3.4

4. Was nicht mehr sein wird: 21,4

– Tränen, 

– Tod, 

– Trauer, 

– Geschrei, 

– Schmerz, 

– das Erste (Vergangene), 

– das Meer (V. 1)

5. Abschließende Worte an Johannes: Ich mache alles neu. 21,5

6. A und O. Die Quelle des Wassers umsonst. Alles erben. Beziehung: Söhne Gottes. 21,6.7

7. Eine Drohung: die achtfachen Verlierer 21,8

F. Die Braut: ihre Herrlichkeit 21,9-22,5
1. Die Stadt (Das Äußere) 21,11-27

1. Der Glanz (Die Herrlichkeit): 21,9-11

2. Die Außenansicht 21,12-14

3. Die Größenmaße: 21,15-17

4. Das Baumaterial (Schönheit, Kostbarkeit): 21,18-21

5. Die Heiligtum: 21,22

6. Das Licht: 21,23

7. Die Bewohner: 21,24-27

2. Das Leben der Stadt (und was man zum Leben braucht) 22,1-5

1. Wasser: 22,1

2. Frucht: 22,2A

3. Gesundheit: 22,2.3A

4. Führung: 22,3

5. Die Gottesverehrung: 22,3.4

6. Das Licht: 22,5 

7. Ewige Aufgabe: 22,5E

Der Briefschluss: 22,6-21

1. Zuverlässigkeit der Worte. Versicherung: Ich komme bald. Reaktion des Johannes, Korrektur. 22,6-9 

2. Versiegle nicht – wegen der Nähe der Zeit! Aufruf zur Heiligung. 22,10.11

3. Zweite Versicherung: Ich komme bald. 22,12.13

4. Seligpreisung derer, die die Gebote Gottes tun. (Aufruf). Warnung: Draußen sind die Hunde. 22,14.15

5. Schlusswort Jesu. Ruf des Geistes und der Braut, zu Jesus Christus zu kommen. 22,16.17

6. Warnung, an der Botschaft des Buches etwas zu ändern. 22,18.19

7. Dritte Versicherung: Ich komme bald. Antwort des Johannes. Gruß. 22,20.21