Die Hoffnung Israels im AT und die Hoffnung der Heiligen im NT

Dem Herrn, Jesus, dem Gesalbten, sei die Ehre und der Dank.
Thomas Jettel, © 2026, +41 76 490 5953 (Mobil, WhatsApp, Telegram, Signal); jettel@bluewin.ch

Das AT kennt keine jenseitige Zukunftsvorstellung des Gottesvolkes.

In dem neuen Jerusalem (nach alttestamentlicher Zeichnung) leben die Menschen sehr lange und sterben dann lebenssatt:

Jes 65,18-20: „Vielmehr seid entzückt und frohlockt fort und fort über das, was ich schaffe,

denn seht!, ich schaffe Jerusalem zum Frohlocken und sein Volk zum Entzücken! 19 Ich frohlocke über Jerusalem und bin entzückt über mein Volk. Und die Stimme des Weinens und die Stimme des Wehgeschreis wird darin nicht mehr gehört werden. 20 Und es wird dort nicht geben einen Säugling von wenigen Tagen und einen Greis, der seine Tage nicht erfüllt. denn der Jugendliche wird als Hundertjähriger sterben, und der Sünder wird als Hundertjähriger vom Fluch getroffen Werdens.“

Ewiges/äonisches (d. h.: undenklich langes) Leben gemäß Dan 12,2 war im AT nicht jenseitig gedacht, sondern als eine Auferstehung ins irdische Leben zurück, in dem sie dann äonisch (d. h.: unüberblickbar lange) leben.

Dan 12,2: „Und viele von den Schlafenden ‹im› Staub des Erdbodens werden erwachen: diese zu ewigem Leben – und jene zu Schmach, zu ewigem Abscheu.“

Dan 12,13: „Du aber gehe hin, auf das Ende zu; und du wirst ruhen und wirst auferstehen zu deinem Erblos am Ende der Tage.“

Das Erblos wird im AT immer als ein irdisches, diesseitiges dargestellt. Erst im NT erfahren wir, dass es ein himmlisches ist, in Christus:

Eph 2,6: „und er weckte uns auf, zusammen mit [ihm], und ließ uns mitsitzen zusammen mit [ihm], in den himmlischen [Bereichen], in Christus Jesus“.

1Petr 1,3.4: „der uns … wiedergeboren hat zu einer Hoffnung, einer lebenden, durch [die] Auferstehung Jesu, [des] Gesalbten, aus [den] Toten,  zu einem unverderblichen, unbefleckten und unverwelklichen Erbe, [das] in [den] Himmeln aufbehalten [ist] für euch“

Ewig/äonisch war im Hebräischen ein Ausdruck für unüberblickbar lange. D. h. nicht, dass das Messias-Reich (die Messias-Königsherrschaft) als endlich gedacht war.

.Jes 9,6: „Die Mehrung der Herrschaft und der Friede werden kein Ende haben auf dem Thron Davids und in seinem Königreich, es zu festigen und zu stützen durch Recht und Gerechtigkeit – von nun an bis in Ewigkeit.“

Hes 37,25: „Und sie werden in dem Land wohnen, das ich Jakob, meinem Knecht, gab, in dem eure Väter wohnten. Und sie werden darin wohnen, sie und ihre Söhne und die Söhne ihrer Söhne, bis in Ewigkeit. Und David, mein Knecht, wird ihnen Fürst sein auf ewig.“

Der Ausdruck „sie und ihre Söhne und die Söhne ihrer Söhne“ (o.: „von Generation zu Generation“, siehe die unten angeführten Stellen) zeigt an, dass eine Generation die andere ablöst, aber der Messias bleibt „in Ewigkeit“ (w.: in den Äon hinein, eis ton aioona).

Vgl. Joh 12,34: „Wir haben aus dem Gesetz gehört, dass der Gesalbte bleibe in Ewigkeit (bis in den Äon).“

1Chr 28,8: „Und nun, vor den Augen von ganz Israel, der Versammlung Jahwehs, und vor den Ohren unseres Gottes: Haltet und erforscht alle Gebote Jahwehs, eures Gottes, damit ihr dieses gute Land ‹zum Erbe› besitzt und es euren Söhnen nach euch vererbt auf ewig (eigtl.: bis in undenklich ferne Zeit, ad olam)!“

Esr 9,12: „… und das Gute des Landes esst und es euren Söhnen zum Erbbesitz gebt für ewig (o.: bis in undenklich ferne Zeit, ad olam).“

2Mo 32,13: „Gedenke Abrahams, Isaaks und Israels, deiner leibeigenen Knechte, denen du bei dir selbst geschworen hast und zu denen du gesagt hast: ‘Mehren werde ich euren Samen wie die Sterne der Himmel. Und dieses ganze Land, von dem ich geredet habe, werde ich eurem Samen geben, dass sie es als Erbteil besitzen für ewig (o.: bis in undenklich ferne Zeit, ad olam).’“

2Ch 20,7: „Hast nicht du, unser Gott, die Bewohner dieses Landes vor dem Angesicht deines Volkes Israel ‹aus ihrem Besitz› verdrängt und es dem Samen Abrahams, deines Freundes, gegeben auf ewig (o.: bis in undenklich ferne Zeit, ad olam)?“

Jes 60,21: „Und dein Volk, sie alle werden Gerechte sein, werden das Land als Erbe besitzen auf ewig (o.: bis in undenklich ferne Zeit, ad olam).“

Jer 7,7: „ich werde euch an diesem Ort wohnen lassen, in dem Land, das ich euren Vätern gab von Urzeit her und bis in Ewigkeit (o.: bis in undenklich ferne Zeit, ad olam).“

Jer 31,40: „Und das ganze Tal der Leichen und der Fettasche und alle Felder bis zum Bach Kidron, bis zur Ecke des Rosstores nach Osten zu, [das alles] soll Jahweh heilig sein. Nicht wird [sie; d. h.: die Stadt] ausgerottet und niedergerissen werden ewiglich.“

Am 9,15: „Und ich werde sie einpflanzen in ihren Erdboden. Sie sollen nicht mehr herausgerissen werden, hinweg von ihrem Erdboden, den ich ihnen gab, sagt Jahweh, dein Gott.“

Der neutestamentliche Schreiber kommentiert in Bezug auf Abraham und die Erzväter:

Hebr 11,10-16:  denn er erwartete die Stadt, die die Grundfesten hat, deren Architekt und Erbauer Gott ist. …13 [Als Menschen] des Glaubens starben diese alle: Sie hatten die Verheißungen nicht empfangen, sondern sie aus der Ferne gesehen und hatten sie gegrüßt und hatten bekannt, dass sie Fremde und sich vorübergehend Aufhaltende waren auf der Erde, 14 denn die, die solches sagen, machen offenbar, dass sie [ein] Vaterland suchen. 15 Und wenn sie [dabei] an jenes gedacht hätten, von dem sie ausgezogen waren, hätten sie Zeit ‹und Gelegenheit› gehabt umzukehren. 16 Nun haben sie sich aber nach einem besseren ausgestreckt, das heißt, nach einem himmlischen, weshalb Gott sich ihrer nicht schämt, ihr Gott genannt zu werden, denn er bereitete ihnen eine Stadt.“

Gen 17,8 „Und ich werde dir und deinem Samen nach dir das Land deiner Fremdlingschaft geben, das ganze Land Kanaan, zum ewigen Besitztum.“

Abraham erhält das „Land“ erst nach der Auferstehung. Aber in seinen Nachkommen erhielt er es in Kanaan, wenn auch nicht für „ewig“, sondern für lange Zeit.

Gemäß Hebr 4,1-9 und Hebr 11,10-16 sollte klar werden, dass die eigentliche Heimat des Gottesvolkes eine himmlische und unaufhörliche ist.)

In Hebr 4,9-11 und 6 11-18 zeigt der Apostel auf, dass die Zukunft der hebräischen Heiligen in Christus dieselbe ist wie die im AT dem Volk Israel verheißene:

Hebr 4,9-11: „Dann bleibt dem Volk Gottes [also] eine Sabbatruhe übrig; 10 denn der, der in seine Ruhe einging, auch er kam zur Ruhe von seinen Werken, gleichwie Gott von [seinen] eigenen. Lasst uns also Fleiß aufwenden, in jene Ruhe einzugehen …“

Unter Josua und unter David war die „Ruhe“ nicht erreicht. Und zur Zeit, als der Hebräerbrief geschrieben wurde, war sie noch ausständig, wie die Verse 9 bis 11 zeigen. Erlangt wird sie erst unter dem Messias, und zwar im Jenseits. Dort wird Gottes Israel das „ganze Land“ besitzen und nie mehr verlieren.

Hebr 6,11-18: „Wir begehren aber, dass jeder von euch den gleichen Fleiß erweise hin zur vollen Gewissheit der Hoffnung, bis an [das] Ende,

12 damit ihr nicht träge werdet, sondern Nachahmer derer, die durch Glauben und Geduld die Verheißungen erben.

13 Denn als Gott Abraham Verheißung gab, schwor er, da er nicht [die Möglichkeit] hatte, bei einem Größeren zu schwören, bei sich selbst,

14 er sagte: Wahrlich! Reichlich werde ich dich segnen, und sehr werde ich dich mehren:. (1Mo 22,17)

15 Und auf diese Weise erlangte er, indem er geduldig war, die Verheißung.

16 Denn Menschen schwören ja bei einem Größeren, und der Eid zu[r] Bestätigung [ist] ihnen ein Ende allen Widerspruchs,

17 wodurch Gott, da er den Erben der Verheißung auf nachdrücklichere Weise die Unwandelbarkeit seines Ratschlusses zeigen wollte, mit einem Eid Bürgschaft leistete,

18 damit wir in Verbindung mit zwei unwandelbaren Tatsachen – bei denen es unmöglich war, dass Gott lügt – einen starken Trost hätten, die wir [darin] Zuflucht nahmen, das vorgelegte Hoffnung[sgut] zu ergreifen“.

Aus Hebr 6 geht hervor, dass die Hoffnung der Heiligen des neuen Bundes dieselbe ist wie die der Heiligen das alten Bundes. Wir beachten das „wir“ in V. 18 und die „Erben der Verheißung“ in V. 17. Die Erben der Verheißung Gottes an Abraham sind dieselben, die gemäß Hebr 1,14 „das Heil erben“.

Der Apostel unterscheidet nicht zwischen einem Erbe, das für das irdische Israel wäre und einem anderen, das für das himmlische Gottesvolk des neuen Bundes wäre. Paulus lehrte an keiner Stelle, dass es zwei unterschiedliche Völker Gottes gebe.

Hebr 9,15: „Und deswegen ist er Mittler eines neuen Bundes, auf dass, nachdem ein Tod geschehen ist zu[r] Erlösung von den Übertretungen unter dem ersten Bund, die Gerufenen die Verheißung des ewigen Erbes empfangen möchten.“

Hebr 11,39.40: „Und diese alle, obwohl ihnen infolge des Glaubens [ein gutes] Zeugnis ausgestellt worden war, trugen die Verheißung nicht davon, 40 da Gott in Bezug auf uns etwas Besseres vorgesehen hatte, damit sie nicht ohne uns vollendet würden.“

Weitere Stellen:

Jer 25,5: „O kehrt um, jeder von seinem bösen Wege und von der Bosheit eurer Taten, ‹so› werdet ihr auf dem Erdboden, den Jahweh euch und euren Vätern gab, bleiben von Ewigkeit zu Ewigkeit“ (lemin olam we ad olam: eigtl.: von undenklicher Vorzeit und bis in undenklich ferne Zeit)

Jes 51,8 „Aber meine Gerechtigkeit wird bestehen in Ewigkeit, und mein Heil von Geschlecht zu Geschlecht (o.: von Generation zu Generation).

Joe 4,20: „Juda aber wird bewohnt sein für ewig und Jerusalem von Generation zu Generation“

Jes 34,17: „Er selbst warf ihnen das Los, seine Hand teilte es mit der Schnur ihnen zu; bis in Ewigkeit werden sie es besitzen, von Generation zu Generation darin wohnen.“

Hebr 11,8-10: „Durch Glauben gehorchte Abraham, als er gerufen wurde, auszuziehen an den Ort, den er als ein Erbe empfangen sollte. Und er zog aus– und wusste nicht, wohin er ging. 9 ‹Im› Glauben hielt er sich ‹als Gast› auf im Lande der Verheißung wie in einem fremden; er wohnte ja in Zelten mit Isaak und Jakob, den Miterben derselben Verheißung; 10 denn er erwartete die Stadt, die die Grundfesten hat, deren Architekt und Erbauer Gott ist.

Obwohl er sich im Land der Verheißung aufhielt, wusste er, dass das irdische Land nicht die eigentliche Erfüllung der Landverheißung war. Er blickte über das Irdische hinaus.

Hebr 11,13-16: „… und hatten bekannt, dass sie Fremde auf der Erde waren und solche, die sich vorübergehend aufhalten, 14 denn die, die solches sagen, machen offenbar, dass sie [das] Vaterland suchen. 15 Und wenn sie [dabei] an jenes gedacht hätten, von dem sie ausgezogen waren, hätten sie Zeit ‹und Gelegenheit› gehabt umzukehren. 16 Nun haben sie sich aber nach einem besseren ausgestreckt, das heißt, nach einem himmlischen, weshalb Gott sich ihrer nicht schämt, ihr Gott genannt zu werden, denn er bereitete ihnen eine Stadt.“

Das Volk des neuen Bundes erwartet eine himmlische Heimat.

1Petr 1,3.4: „Gelobt sei der Gott und Vater unseres Herrn, Jesu Christi, der uns nach seiner vielen Barmherzigkeit wiedergebar zu einer Hoffnung, einer lebenden, durch die Auferstehung Jesu Christi von den Toten 4 zu einem unvergänglichen, unbefleckten und unverwelklichen Erbe, das in den Himmeln aufgehoben ist für uns.“

Beachten wir die alttestamentliche Sprache, die Petrus verwendet. Das „Erbe“ schloss ein Stück Land ein (im AT ein irdisches, diesseitiges). Petrus lehrte, dass Gottes Volk durch seine Verbindung mit dem Christus ein „Erbland”: hat, aber dieses Erbland ist eines „in den Himmeln“. Die vollständige Verheißungserfüllung für Israel erfolgt nicht in einem zeitlich begrenzten diesseitigen Königreich, sondern in Christus. Durch seine Verbindung mit Christus erlangt Israel das ihm Verheißene: das ewige Erbteil im Himmel.

Der Herr Jesus Christus lehrte und erwartete eine ewige und himmlische Zukunft des Gottesvolkes, zeigen folgende Stellen:

Röm 4,13: „denn nicht durch Gesetz [wurde] Abraham oder seinem Samen die Verheißung [zuteil], dass er der Erbe der Welt sein sollte, sondern durch die Gerechtigkeit des Glaubens. Mit dem Ausdruck „Welt“ sind hier die Menschen gemeint. Es ist offensichtlich, dass Paulus nicht die alte unerlöste Welt meint, sondern die Menschen, die sich zum Gesalbten Jesus wenden:

Gal 3,27-29: „So viele ihr nämlich auf Christus getauft wurdet, ihr zogt Christus an. 28 Es ist [da] nicht Jude noch Grieche, es ist nicht Sklave noch Freier, es ist nicht männlich und weiblich, denn ihr seid alle einer in Christus Jesus. 29 Wenn ihr aber [des] Gesalbten [seid], dann seid ihr Same Abrahams und nach Verheißung Erben.“

Die himmlische Hoffnung der Heiligen im NT

Da das Gottesreich ein ewiges ist, muss es eine jenseitige Größe sein.

Christi Königsherrschaft hat kein Ende:

Lk 1,32.33: „Dieser wird groß sein und Sohn des Höchsten genannt werden. Und Gott, der Herr, wird ihm den Thron Davids, seines Vaters, geben. 33 Und er wird [königlich] herrschen über das Haus Jakobs in die Äonen, und seiner Königsherrschaft wird kein Ende sein.“

Jesus Christus lehrte, dass er einen besseren und neuen Tempel einführen werde:

„Brecht diesen Tempel ab, …“.

Joh 4,21-24: „Es kommt die Stunde, da ihr weder auf diesem Berge noch in Jerusalem dem Vater huldigen werdet. 22 Ihr huldigt [dem], was ihr nicht [wirklich] kennt. Wir huldigen [dem], was wir [wirklich] kennen, weil das Heil aus den Juden ist. 23 Es kommt jedoch [die] Stunde – und sie ist jetzt [da] –, da die wahren Huldigenden dem Vater in Geist und Wahrheit huldigen werden; denn [in der Tat,] auch sucht der Vater solche ihm Huldigenden. 24 Gott ist Geist, und die, die ihm huldigen, müssen in Geist und Wahrheit huldigen.“

Der Herr wollte den jüdischen Zeitgenossen helfen, dass sie verstehen, dass Gott nicht in einem irdischen Tempel wohnt.

Vgl. Apg 7,48: „der Höchste wohnt nicht in von Hand gemachten Tempelheiligtümern“.

Das Gottesreich ist ein ewiges und der ewige Gottestempel ist ein himmlischer. Das Christusreich ist ein jenseitiges , „nicht von dieser Welt“ (Joh 18,36).

Wir haben hier kein bleibendes Jerusalem.

Hebr 13,14: „Wir haben hier nicht eine bleibende Stadt, sondern die bevorstehende suchen wir.“

Daher muss das in Jes 60 mit irdischen Bildern und Vorstellungen beschriebene Jerusalem das himmlische sein, wie auch das in Jes 65,17ff beschriebene. Prophetie ist Poesie. Poesie verwendet bilderreiche Sprache.

Hebr 12,27.28 spricht der inspirierte Schreiber von einem „unerschütterlichen Königreich“, in Hebr 12,22 von einem „himmlischen Jerusalem“, in Gal 4,26 von einem „Jerusalem droben“.

In Hebr 3,1 ist die Rede von einem „himmlischen Ruf“: „deswegen, heilige Brüder, Teilhabende am himmlischen Ruf: Achtet auf den Gesandten und Hohen Priester unseres Bekenntnisses, Christus Jesus“.

Die Hebräerchristen sind „Erben der Verheißung“ (Hebr 6,17), der Verheißung, die Gott dem Abraham gegeben hat.

Diese Verheißung betraf ein himmlisches Vaterland, eine ewige Stadt, die feste Grundlagen hat (Hebr 11,10.13-17).

Die Hebräer-Gläubigen konnten leiden und erdulden, weil sie ein bleibendes Gut in den Himmeln hatten:

Hebr 10,34: „Und ihr habt den Raub eurer Habe mit Freude hingenommen, in Kenntnis dessen, dass ihr bei euch selbst ein besseres Gut in [den] Himmeln habt – und ein bleibendes“

Mt 5,11.12: „Selige seid ihr, wenn sie euch beschimpfen und verfolgen und lügnerisch jedes böse Wort gegen euch reden um meinetwillen. 12 Freut euch [stets] und jubelt, denn euer Lohn [ist] groß in den Himmeln“.

Mt 6,19.20: „Sammelt euch nicht Schätze in dem Lande an, wo Motte und Fraß zunichte machen und wo Stehlende durchgraben und stehlen. 20 Sammelt euch aber [stetig] Schätze im Himmel an, …“

In 1Kor 15,47-50 werden die Gläubigen „die Himmlischen“ genannt, die das Reich Gottes erben, ein Reich, das Fleisch und Blut nicht erben können:

1Kor 15,48-50: „Welcherart der Erdige ist, solcherart sind auch die Erdigen. Und welcherart der Himmlische ist, solcherart sind auch die Himmlischen. 49 Und so wie wir das Bild des Erdigen trugen, werden wir auch das Bild des Himmlischen tragen. 50 Aber dieses sage ich, Brüder: Fleisch und Blut können das Königreich Gottes nicht erben, noch erbt die Verweslichkeit die Unverweslichkeit.“

1Petr 1,4: „ein unvergängliches, unverwelkliches Erbteil, ein ewiges in den Himmeln“.

In Phil 3,19.20 wird „irdisch“ und „Himmel“ gegenübergestellt.

„deren Ende Verderben, deren Gott der Bauch und bei denen die Herrlichkeit in ihrer Schande ist, die auf Irdisches sinnen; 20 denn unsere bürgerliche Heimat hat ihren Bestand in den Himmeln“.

Paulus sagte den Philipperchristen (3,21), dass Jesus Christus den „Leib der Niedrigkeit umwandeln wird, damit er seinem Leibe der Herrlichkeit gleichgestaltet wird“. Das ist nur im Himmel möglich.

2Tim 4,18: „Und der Herr wird mich von jedem bösen Werk befreien und mich bewahren ‹und retten› für sein himmlisches Königreich, …“.

Der Segen, den wir haben, ist einer, den wir „in Christus“ haben „in den himmlischen Bereichen“:

Eph 1,3: „Gelobt sei der Gott und Vater unseres Herrn, Jesu Christi, der uns in Christus mit jedem geistlichen Segen in den himmlischen ‹Bereichen› segnete“.

Gott ließ Jesus sitzen in den himmlischen Bereichen (Eph 1,20) und er setzte die Seinen dorthin:

Eph 2,6: „Und er erweckte uns zusammen mit ihm und setzte uns zusammen mit ihm in den himmlischen ‹Bereichen› in Christus Jesus“.

Die Heiligen werden Priester und Könige (Offb 1,6) genannt, und sie werden dort regieren, wo Christus regiert und wo das Lamm mit Gott auf dem Thron sitzt:

Offb 22,5: „Und Nacht wird dort nicht sein. Und sie haben keinen Bedarf an einem Leuchter noch am Licht einer Sonne, weil [der] Herr, Gott, [über] ihnen leuchten wird. Und sie werden [als Könige] herrschen in die Äonen der Äonen.

In Offb 14,1 steht das Lamm am Berg „Zion“. Dieser Berg ist dort, wo der Thron Gottes steht: Offb 14,1-3: „Und ich sah, und siehe!, das Lamm, stehend auf dem Berg Zion und mit ihm einhundertvierundvierzig Tausendschaften, die seinen Namen und den Namen seines Vaters an ihrer Stirn geschrieben [trugen]. 2 Und ich hörte eine Stimme aus dem Himmel wie eine Stimme vieler Wasser und eine Stimme eines großen Donners. Und die Stimme, die ich hörte, [war] wie von auf ihren Harfen spielenden Harfensängern. 3 Und sie singen ein neues Lied vor dem Thron …

Vgl. Hebr 12,22: „Sondern ihr seid hingekommen zu [dem] Berg Zion und zu [der] Stadt [des] lebenden Gottes, [dem] himmlischen Jerusalem, und [zu] Myriaden von Boten“.

Offb 7,15: „Deswegen sind sie vor dem Thron Gottes …“

Offb 3,12.13: „Wer überwindet, den werde ich zu einer Säule machen im Tempelheiligtum meines Gottes, und er wird keinesfalls mehr nach draußen hinausgehen [müssen], und ich werde auf ihn schreiben den Namen meines Gottes und den Namen der Stadt meines Gottes, des neuen Jerusalems, das aus dem Himmel von meinem Gott niedersteigt, und meinen neuen Namen.“

Das NT macht klar, dass die Hoffnung des Gläubigen nicht eine irdisch- fleischliche ist.

Im gesamten NT ist die Hoffnung der Gläubigen eine „himmlische“. „Jene Welt“ (Lk 20,33-36) ist diejenige, wo man nicht heiratet, die jenseitige.

Das Erbe der Heiligen ist „im Licht“ (Kol 1,12.13), ihre Hoffnung ist in den Himmeln:

Kol 1,5.10-13: „… 5 wegen der Hoffnung, die euch in den Himmeln hinterlegt ist, … 10 damit ihr [in einer Weise] wandelt, [die] des Herrn würdig [ist], zu allem Gefallen, indem ihr in jedem guten Werk Frucht bringt und in die Erkenntnis Gottes ‹hinein› wachst, 11 in aller Kraft nach der Macht seiner Herrlichkeit gekräftigt werdend zu aller Ausdauer und Geduld mit Freude, 12 dem Vater dankend, der uns tauglich machte für das, ‹was unser› Teil ‹sein wird›, das Erbe der Heiligen im Licht, 13 der uns befreite aus der Obrigkeit der Finsternis und uns versetzte in das Königreich des Sohnes seiner Liebe“.

Gott zeltet bei den Menschen, wohnt mitten unter ihnen (Offb 21,1-7). Wo? In einem neuen „Eden“, welches aber „jenseitig“ ist; es heißt „Neues Jerusalem“ und ist das „Paradies Gottes“ (Offb 2,7).

Das neue Jerusalem wird nicht unterschieden von einem neuen Planeten, neuen Globus, neuen Himmel, neuen Sternen. Alles zusammen, die ganze Stadt, sie zusammen ist die neue Welt. Gott wohnt darin. Er hat keine zweite Stadt oder Wohnung. Gerade das ist das Besondere in jener neuen Welt: Gott ist da und geht nie fort.

Die Heiligen sind Priester und Könige (Offb 1,6; 5,10). Wo? – Dort, wo sie mit Christus herrschen (Offb 22,5).

Offb 5,10: „Sie werden in dem Land herrschen (o. über das Land herrschen).

Mit „Land“ ist das neue Land mit dem neuen Himmel gemeint, von dem wir in Offb 21 lesen: Das neue Land ist das neue Israel, dort, wo das Meer nicht mehr sein wird. Das alte Land wurde von Meeren begrenzt, das Westmeer, das Tote Meer, das galiläische Meer und im Norden der Euphrat (der in Jer 51,36.42 „Meer“ genannt wird).

Das neue Israel ist vom Wesen her „jenseitig“, nicht fleischlich-irdisch.

Mt 5,5: „Sie werden das Land erben.“ (Vgl. Ps 37.) Welches „Land“? In Ps 37 geht es um die israelitische Hoffnung. Der Apostel lehrt in Heb 4 und 6, dass die israelitische Hoffnung im Himmel erfüllt wird, dort, wo die Ruhe Gottes ist (Hebr 4). Vgl. Hebr 11,10.13-16.

Der Herr Jesus, der Gesalbte, sprach vom „im Haus meines Vaters“ (Joh 14,1-3). Er sagte, dass er die Seinen dorthin nehmen möchte, „auf dass ihr seid, wo ich bin“ (Joh 17,24).

Paulus schreib vom „Erbe der Heiligen im Licht, versetzt in das Königreich des Sohnes seiner Liebe“ (Kol 1,12.13).