Gott ist allmächtig

Gott ist allmächtig – Was ist damit gemeint. Und was bedeutet es für unser Gebet?

Thomas Jettel 2026

Bibelstellen

1Mo 17,1 u. a. : El Schaddai
1Mo 18,14: Sollte Jahweh etwas unmöglich sein?
Hi 42,2: Ich erkenne, dass du alles vermagst. Nicht von dem, was du dir vorgenommen hast, ist dir zu schwer.
2Chr 20,6: Niemand kann dir widerstehen.
2Chr 29,11.12: In deiner Hand steht es, einen jeden groß und stark zu machen.
Ps 115,3: Alles, was (Gott) gefällt, das tut er.
Ps 135,6: Alles, was Jahweh will, das tut er.
Jes 14,27: Wer will seinen Ratschluss vereiteln.
Jer 32,17: Für dich ist kein Ding unmöglich.
Jer 32,27: sollte mir etwas unmöglich sein?
Dan 4,32/35: Er verfährt wie er will, mit dem Heer des Himmels und mit den Bewohnern des Landes. Es gibt niemanden, der seiner Hand wehren könnte. (Gottes Gewalt/Königsherrschaft ist ewig.)
Sach 4,6: nicht durch Heer oder Kraft, sondern durch meinen Geist
Mt 19,26 u. Mk 10,27: bei Gott sind alle Dinge möglich.
Lk 1,37: bei Gott ist kein Ding unmöglich.
Lk 18,27: Was bei den Menschen unmöglich ist, das ist bei Gott möglich.
Röm 9,21: Hat nicht der Töpfer Macht über den Ton?
Eph 1,11: (Gott) wirkt alles nach dem Ratschluss seines Willens.
Eph 3,20: Dem aber, der über die Maßen tun kann, über alles hinaus, was wir bitten oder verstehen, nach der Kraft, die in uns wirkt …
1Tim 6,15: (Gott ist) der selige und alleinige Machtinhaber.
Offb 1,8 und 19,6: der Machthaber über alles (and. üsn.: der Allmächtige)

Notizen

Gott ist wirklich mächtig für alles. Aber man muss das Wort richtig definieren. „Allmächtig“ ist kein biblisches Wort.

AT: El–Schaddai (meist übersetzt mit: Gott der Allmächtige) ist eigentlich: Gott der Mächtige.

Schadad = mächtig sein. Das Wort „alles/all“ steckt nicht in dem hebräischen Wort.

NT: pantokrator = der All-Herrscher o. der All-Starke; pan = alles/all, kratos = kräftig, stark, herrschend.

Gott ist mächtig, alles zu tun, was nicht seinen Prinzipien widerspricht. Gott kann nicht lügen, sündigen, nicht gegen sich selbst handeln.

Gott will – und kann daher – nicht den Menschen zwingen, sich freiwillig dafür zu entscheiden, ihn zu lieben und mit ihm zusammenzuarbeiten.

Gott hat sich entschieden, dass sein Werk auf Erden durch Menschen geschieht, die mit ihm zusammenarbeiten, ihm gehorchen, ihn lieben und sein Werk ausführen, so wie es der Herr Jesus, der Gesalbte, damals tat, als er auf der Erde war.

Gott hat sich selbst Beschränkungen auferlegt. Eine davon ist, dass er in vielen Belangen erst dann handelt, wenn (in seinem Sinne) gebetet wird.

Gott hat sich entschieden auf Gebet hin zu handeln. Aber es muss ein Gebet „in seinem Namen“ sein, im Einklang mit seinem Anliegen und Wünschen.

Gott würde Großes tun, wenn mehr gebetet würde, in seinem Willen. Gott lässt es zu, dass „nichts geschieht“, wenn nicht gebetet wird. Jak 4,2.3: „Ihr habt nicht, weil ihr nicht bittet. 3 Ihr bittet und empfangt nicht, deshalb, weil euer Bitten übel ist: [Ihr bittet], damit ihr [es] in euren Begehren verbraucht.“